Grabsteine

Im Chor der Kirche finden wir einige Grabsteine. Namen und Jahreszahl fehlen bei den meisten. Sie wurden von Anfang an nicht angebracht oder sind vielleicht auf der Rückseite oder Nebenseite verdeckt. Drei dieser Grabsteine zeigen deutlich das Wappen der Ritter von Mönsheim: eine aufrechte Schafschere/Tuchschere. In der Kirche war die Grabstätte der Herren von Mönsheim, um die Kirche herum wurden die Nichtadeligen begraben.

Auf einem Grabstein finden wir folgende Inschrift mit dem Gemmingschen Wappen: ANNO. DNI. MCCCLIV IN VIGILIA. PETHEOSTE. OGVTA DE GEMINGEN. D.h.: Im Jahr des Herrn 1354 in der Pfingstnacht starb Guta von Gemmingen. Wir finden auch den Grabstein eines Priesters, dessen Stein zeigt eine Umschrift, die nicht mehr lesbar ist. In den Grabstein ist eine Gestalt eingemeißelt, die ein langes Priestergewand trägt und in der einen Hand den Kelch, in der anderen die Hostie darüberhält.

An der Außenseite der Kirche sind bürgerliche Grabsteine angebracht, die dort hingestellt wurden, als der Friedhof aufgehoben wurde. Einer dieser Grabsteine weist hin auf den 1618 hier begrabenen Doktor Simon Oberlin. Daneben steht ein ganz zerfressener Stein.

Grabstein
Grabstein an der
Kirchenwand
Richtung Süden finden wir den der Frau Pfarrer Rösler 1812 und daneben ist der Grabstein eines Bürgers aus dem Jahr 1598. Auf der einen Seite kniet vor dem Kruzifix ein Mann in bürgerlicher Kleidung. Auf der andern Seite sind seine zwei Frauen, von welchen eine ihm im Tod vorausging und seine 3 Kinder (2 Mädchen und ein Junge). Im Hintergrund sind zwei Hügel: auf einem steht das Kreuz mit der Schlange, dahinter eine Stadt mit Kirchtürmen. Die Inschrift heißt: „Anno 1598 uff den 21 Fewevari starb der Ersam Johannes Pfeiffer, Bürger und Gastgeber Allhie zu Mensheim, dem Gott geneig sein woll“.